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Ballon
Ein Ballon ist ein gasdichter Beutel, der meistens mit Luft oder einem leichten Traggas wie Helium oder Wasserstoff gefüllt wird. Er kann in gefülltem Zustand verschlossen sein und dabei auch unter Druck stehen oder offen und mit der Öffnung nach unten, so dass das leichte Gas nicht entweichen kann.
Ist der Ballon mit erhitzter Luft oder leichtem Gas gefüllt, so dass sein Gesamtgewicht [ bestehend aus Nutzlast, Hülle, Füllung] geringer ist als das Gewicht der Luft, die er verdrängt, verfügt er über statischen Auftrieb.
Auch Ballons, die mit Luft oder mit einem Gas, das schwerer als Luft gefüllt sind, können kurzzeitig fliegen und zwar entweder, in dem man das Ballongas aus ihnen entweichen läßt, wobei der Ballon in Folge des auftretenden Rückstoßes vom Boden abhebt oder in Form des Ballonhelikopters. Da aber auf diese Weise nur kurze Flugzeiten [ maximale Dauer 1 Minute] und geringe Flughöhen möglich sind, spielen diese Möglichkeiten des Ballonflugs nur bei Spielzeugen und zur Demonstration des Hubschrauberprinzips bzw. des Rückstoßantriebs eine Rolle.
Ballongas
''Ballongas'' ist Gas zum Füllen von Ballons. Für Ballons, die nicht fliegen sollen, wird meist Luft, Stickstoff oder Lachgas verwendet, für Ballons, die fliegen sollen, Wasserstoff oder aus Gründen des Brandschutzes heute meist Helium oder Gemische aus Helium und Wasserstoff.
Ballongas wird in Gasflaschen verkauft.
Verwendung
Freiballons sind im gegensatz zu Fesselballons nicht mit dem Erdboden verbunden. Sie werden vom Wind durch die Luft getrieben.
Eine weitere Anwendung ist der - wie jeder Satellit mit einer Rakete in den Orbit geschossene - Ballonsatellit, der nur zum Erreichen eines großen Volumens mit winzigen Mengen Gases gefüllt ist.
Ein Pionier der Ballontechnologie war der französische Physiker Jacques Charles, der mit verschiedenen Füllgasen experimentierte und am 3. Dezember 1783 in Paris eine größere Ballonfahrt unternahm. Am 5. September 1862 stiegen der Meteorologe James Glaisher und sein Pilot Henry Coxwell in einem Ballon mit offener Kabine bis auf 11.300 m auf. Glaisher verlor wegen der dünnen Luft das Bewusstsein und Coxwell konnte nur mit letzter Kraft mit den Zähnen das Steuerventil öffnen, um den Ballon zum Absinken zu bringen. Erstmals mit luftdicht verschlossener Kabine stieg der Physiker Auguste Piccard 1932 bis auf 16.201 m [ Luftdruckmessung] bzw. 16.940 m [ geometrische Messung] Höhe. Den Rekord halten Malcolm D. Ross und Victor E. Prather, die 1961 über dem Golf von Mexiko auf 34.668 m Höhe stiegen.
Unbemannte Ballons haben Höhen von bis zu 50 Kilometern erreicht. Dies sind die größten nicht mit Hilfe des Raketenantriebs erreichten Flughöhen.
Die sowjetische Venussonde Vega setzte 1984 in der Atmosphäre der Venus zwei Wetterballons aus, die über zwei Tage hinweg vom Mutterschiff verfolgt werden konnten.
Siehe auch
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