| abcde> | fghij> | klmno> | pqrst> | uvwxyz> | 0-9> |
Bad Muenstereifel
Bad Muenstereifel ist eine Stadt im Kreis Euskirchen, Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Bad Muenstereifel ist ein mittelalterliches Kleinod mit vollstaendig erhaltener und restaurierter Stadtmauer. Neben den rund 6.000 Einwohnern im Kernort, gelegen im Tal der Erft, leben weitere rund 13.000 Einwohner in den dazugehoerigen 51 Ortsteilen und Weilern. Bad Muenstereifel erstreckt sich mit rund 151 qkm Flaeche ueber Hoehenlagen von 200 bis knapp 600 m ueber NN --“ der Michelsberg ist mit 588 m ueber NN die hoechste Erhebung des Stadtgebietes. Das Stadtgebiet ist zu rund 60 % bewaldet, etliche Waldparzellen sind als sogenannte Urwaldparzellen ausgewiesen. Über 200 km gut ausgebaute Wanderwege erschliessen die schoene Mittelgebirgslandschaft, die in unmittelbarer Naehe zum Nationalpark Eifel --“ ca. 25 km entfernt --“ liegt. Bad Muenstereifel ist Erholungsort, insbesondere fuer die Bewohner der Ballungsraeume Koeln, Bonn und Duesseldorf/Ruhrgebiet. Seit 1974 ist Bad Muenstereifel -"staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad-".
Staedtepartnerschaften
Stadtteile
Arloff, Bergrath, Berresheim, Effelsberg, Eichen, Eicherscheid, Ellesheim, Eschweiler, Gilsdorf, Hilterscheid, http://www.hohn-kolvenbach.de Hohn, Holzem, Honerath, Houverath, Hummerzheim, Huenkhoven, Iversheim, Kalkar,Kernstadt Bad Muenstereifel, Kirspenich, http://www.hohn-kolvenbach.de Kolvenbach, Kop Nueck, Lanzerath, Lethert, Limbach, Mahlberg, Maulbach, Mutscheid, Neichen, Nitterscheid, Noethen, Odesheim, Ohlerath, Reckerscheid, Rodert, Rupperath, Sasserath, Scheuerheck, Scheuren, Schoenau, Soller, Wald, Wasserscheide, Willerscheid, Witscheiderhof
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an das Stadtgebiet Bad Muensterteifel; sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Suedwesten, genannt:
Nettersheim, Mechernich, Euskirchen, Rheinbach [ alle Nordrhein-Westfalen] ,
Altenahr, Adenau [ beide Rheinland-Pfalz]
Geschichte
830 gruendete Abt Marquardt, der Abt der Benediktinerabtei Pruem, ein Kloster, welches -"Neumuenster-" genannt wurde. Nach seiner geographischen Lage wurde dieses Kloster spaeter -"Muenstereifel-" genannt.
1171 wurde erstmals das Muenstereifeler Schoeffenkolleg erwaehnt, von dem ab 1197 die Marktgerichtsbarkeit ausgeuebt wurde.
1299 wurde Muenstereifel erstmals -"oppidum-", das heisst -"befestigter Ort-" genannt.
1312 wurde die Muenstereifeler Burg erstmals urkundlich erwaehnt.
1454 gab der Herzog von Juelich den Muenstereifelern eine Ratsverfassung, die 1475 noch einmal modifiziert wurde.
1550/51 errichteten die Muenstereifeler den westlichen Fluegel des Rathauses mit dem Lau-bengang. Am 27.09.1551 wurde dieser Fluegel mit dem neuen Sitzungssaal eroeffnet, in dem ein neuer Buergermeister gewaehlt wurde.
1618 siedelten sich die Kapuziner in Muenstereifel an.
1625 kamen die Jesuiten und gruendeten das St. Michael-Gymnasium.
1657 liessen sich die Karmelitessen in Muenstereifel nieder.
1659-1668 wurde die Jesuitenkirche gebaut.
1689 zerstoerten abziehende franzoesische Truppen die Burg.
1769/70 errichteten die Karmelitessen ihren Klosterbau. Das ehemalige Klostergebaeude beherbergt heute die Grundschule und einen Teil der Stadtverwaltung.
1794 besetzte das franzoesische Revolutionsheer das linke Rheinufer. Muenstereifel verlor seinen Status als Mithauptstadt des Herzogtums Juelich und seine Funktion als Gerichtsort. Als Buergermeisterei wurde die Stadt dem Kanton Rheinbach im Rhein-Mosel-Departement eingegliedert.
1803 wurden mit Einfuehrung des Reichsdeputationshauptschlusses alle Kloester in Muenster-eifel aufgeloest. Der Klosterbesitz wurde veraeussert.
1841 wurde die Provinzialstrasse Koeln --“ Trier [ heute B 51] durch Muenstereifel gefuehrt.
1890 erfolgte durch den Bau der Stichbahn Muenstereifel --“ Euskirchen der Anschluss an das Eisenbahnnetz.
1926 wurde Muenstereifel zur Zentrale der Kneipp--™schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren.
1928 legte man den Grundstein zum Kneipp-Kurhaus, das 1929 eroeffnet wurde.
1956 erkannte der Deutsche Baederbund Muenstereifel als Kneipp-Heilbad an.
1967 wurde der Stadt das Recht verliehen, den Titel -"Bad-" zu fuehren.
1969 entstand im Zuge der kommunalen Neugliederung die Grossgemeinde Stadt Bad Muen-stereifel, die 52 Ortsteile und Wohnplaetze mit insgesamt 15.000 Einwohnern umfasste.
1971 verlieh der Europarat der Stadt Bad Muenstereifel fuer die verdienstvollen Anstrengungen, die die Stadt -"im Interesse des Ideals der europaeischen Vereinigung vollbracht hat-", die Europafahne.
1974 wurde der Stadt Bad Muenstereifel unter staatlicher Anerkennung als Kurort die Artbezeichnung -"Kneipp-Heilbad-" verliehen.
Kultur und Sehenswuerdigkeiten
Museen
''Siehe auch: ''Liste deutscher Museen nach Orten, Liste deutscher Museen nach Themen
Konzerte
Die klassischen http://www.wallgrabenkonzerte.de "Konzerte am Wallgraben" begeistern jeden Musikliebhaber und sind weit ueber die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt.
Bauwerke
Die Grafen von Juelich errichteten Ende des 13. und in der ersten Haelfte des 14. Jh. die Bur-ganlage und die Stadtmauer - insgesamt 1,6 km lang - mit 4 Stadttoren und 18 Wehrtuermen. Der Mauerring umschliesst die von der Erft durchflossene Stadt in einer dem Gelaende ange-passten Form. Die Stadtumwehrung und die Stadttore sind vollstaendig restauriert worden.
Seit einiger Zeit ist der Wehrgang zwischen dem Heisterbacher Tor und der sogenannten "Roten Bruecke", die von der Stadt zum Kurgarten Wallgraben fuehrt, auf einer Laenge von 220 m wieder begehbar. Vom Wehrgang aus geniesst man einen schoenen Blick ueber die Stadt.
Im 13. Jahrhundert erbaut, residierte hier Graf Godfried von Juelich - dessen Hochgrab sich in der Stiftskirche befindet - und spaeter die Amtsmaenner und Voegte des Herzogs. Die Burg wurde 1689 von abziehenden franzoesischen Truppen in Brand gesteckt. Seit 1984 ist die Burg im Privatbesitz. In der Burg befindet sich ein Restaurant, der neue Eigentuemer hat fer-ner in ihr mehrere Luxuswohnungen eingerichtet.
Um 830 entstand eine kleine Klosterkapelle. Sie wurde im 12./13. Jahrhundert durch die heutige dreischiffige, querschifflose Pfeilerbasilika mit dreituermigem Westwerk ersetzt. In der Krypta befindet sich der Schrein mit den Gebeinen der Schutzpatronen dieser Kirche, der hl. Maertyrer Chrysantus und Daria. Die Kirche stellt ein besonders stattliches Meisterwerk unter den entsprechenden Kirchenbauten an Rhein und Maas in jener Epoche dar, sie ist ganztae-gig geoeffnet.
gelegen am Markt unmittelbar neben dem St. Michael-Gymnasium, dem ehemaligen Jesui-tenkolleg. Die Kirche wurde 1659 - 1668 von den Laienbruedern des Jesuitenordens erbaut. Einschiffige Kirche mit hoelzernem Netzgewoelbe als Decke und stuetzenlosen Emporen an den Seiten.
Das nachgewiesen aelteste Wohnhaus aus Naturstein im deutschen Westen. Es wurde im Zuge der Umwandlung eines Klosters zum Stift im Jahre 1167 erbaut, und zwar fuer einen sehr begueterten Kanoniker. Seit 1975 ist im Romanischen Haus das "Huerten-Heimat-museum" untergebracht.
Es ist das groesste einer Gruppe alter Fachwerkhaeuser in der Orchheimer Strasse, errichtet in den Jahren 1644 bis 1664. Reiches Schnitzwerk und zwei Haengestubenerker machen es zu einem der schoensten Fachwerkhaeuser des Rheinlandes.
gelegen am Markt, 1659 - 1727 als ehemalige Jesuitenschule erbaut. Die Muenstereifeler Latein- und spaetere Gymnasialschule machte sich sehr bald einen guten Namen im Rhein-land und hat ihn bis heute bewahrt. Bemerkenswert ist die alte Jesuitenbibliothek mit ca. 2.000 Baenden, darunter 76 Buecher, die vor 1500 gedruckt wurden.
gelegen unmittelbar neben dem Rathaus an der Marktstrasse, erbaut vom Karmelitessenor-den aus Duesseldorf etwa zur gleichen Zeit, als die Jesuiten mit dem Bau der Jesuitenkirche begonnen hatten [ etwa 1660] . Der Gebaeudekomplex beherbergt heute die Grundschule und einen Teil der Stadtverwaltung. Im Innenhof befindet sich ein Denkmal des 1780 in Muenste-reifel geborenen "Heiligen Doktors von Moskau", Dr. Friedrich-Joseph Haass.
1476 wurde das zugleich als Gewandhaus dienende Rathaus erstmals erwaehnt [ Gewand-haeuser waren Ausstellungs-, Verkaufs- und Lagerhallen der Tuchbranche] . Spaeter machte man das Gewandhaus zum Rathaus der Stadt, die obere Halle wurde zum Ratssaal umge-staltet. Nach der Flutkatastrophe von 1818 wurde das Gebaeude verkauft, es diente dann lange als Bierlager und als Maelzerei. Erst seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts beher-bergt es wieder Rat und Verwaltung der Stadt. Vor dem Rathaus befindet sich der Pranger.
Das groesste vollbewegliche Radioteleskop der Welt mit einem Parabolreflektor von 100 m Durchmesser ist in Bad Muenstereifel-Effelsberg [ ca. 10 km vom Stadtkern entfernt] zu sehen. Das Max-Planck-Institut fuer Radioastronomie bietet Informationsvortraege, verbunden mit Film- bezw. Lichtbildervorfuehrungen fuer Gruppen mit Voranmeldung an [ 02257/301101 - nur vormittags] .
Auf dem sich 434 m ueber NN erhebenden Stockert bei Bad Muenstereifel-Eschweiler steht eine vollbewegliche 25 m im Durchmesser messende Parabolantenne aus dem Jahre 1957. Dieses ungewoehnliche und weithin sichtbare Baudenkmal wurde urspruenglich fuer militaerische und wissenschaftliche Forschungszwecke genutzt und ist heute im Besitz einer Audio-High-Tech-Firma.
Der roemische Tempelbezirk aus dem 1. - 4. Jahrhundert n. Chr. liegt an der Landstrasse zwi-schen Bad Muenstereifel-Noethen und Pesch [ ca. 7 km vom Stadtkern entfernt] , unweit von einem Wanderparkplatz. Der Tempelbezirk mit nennenswerten Überresten der Gebaeude kann ganzjaehrig besichtigt werden.
Die Roemische Kalkbrennerei in Bad Muenstereifel-Iversheim [ ca. 4 km vom Stadtkern ent-fernt] besteht aus einer Ofenbatterie von 6 Brennoefen. Die Produktionsstaette wurde von 225 bis 270 n. Chr. erstellt und von verschiedenen roemischen Legionen betrieben.
Der Michelsberg ist mit 588 m ueber Meereshoehe die hoechste Erhebung von Bad Muensterei-fel. Schon in vorchristlicher Zeit war hier die Gerichts- und Kultstaette der Germanen. Die reizvolle Kapelle auf dem Michelsberg wird heute gern von Wallfahrern besucht. Der Mi-chelsberg ist auch im Winter ein toller Tipp - zum Skilanglauf und zum Rodeln am Nord- und Westhang.
Kern der Wasserburganlage ist der im 13./14. Jahrhundert erbaute, 28,5 m hohe quadrati-sche, auf einer Insel stehende massive Wohnturm und die Ringmauer. Das jetzige Hauptge-baeude aus dem 17. und 18. Jahrhundert hat eines der ersten Mansarddaecher im Rheinland. Die teilweise wehrhaften Nebengebaeude am Wassergraben stammen vermutlich aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.
Die Burg ist heute Sitz des Telekommunikationsunternehmens Drillisch AG, nachdem sie vom neuen Besitzer aufwendig restauriert wurde.
Freizeit und Aktivitaeten
200 km gut gekennzeichnete Wanderwege fuer Laeufer und Spaziergaenger
Auf einer Strecke von 110 km verlaeuft der Erftradweg von der Quelle bei Nettersheim bis zur Muendung in den Rhein bei Neuss. Er durchquert kurz nach der Quelle das Stadtgebiet von Bad Muenstereifel und fuehrt weiter durch einen Teil der Rheinischen Bucht --“ die wasserburgenreichste Region Deutschlands --“ und weiter entlang steinerner Zeugen der Roemerzeit, wehrhafter Stadtbefestigungen, maechtiger Burgen aus der Ritterzeit und prunkvoller Schloesser aus den Glanzzeiten des rheinischen Adels bis hin zu eindrucksvollen Zeugnissen der modernen Kunst und Technik.
Das Buch -"Der Erftradweg-" ist in acht ca. 15 km lange Touren aufgeteilt --“ ISBN 3-416-03029-X
gelegen am suedlichen Rand der Kernstadt direkt an der B 51
mit Schwimm- und Sportbecken --“ Spiel- und Spassbecken --“ Kinder-Spiel- und Spassbecken --“ Aussen-becken [ auch im Winter] --“ Whirlpool [ aussen und innen] --“ Suhle --“ 66 m-Riesenrutsche --“ Saunaland-schaft --“ Solarien --“ grosse Liegewiese
im Kurpark Schleid
in Bad Muenstereifel-Rodert mit 164 Betten in Schlafraeumen fuer 4, 6 und 8 Personen sowie 10 Grup-penleiterzimmer sowie 7 Aufenthaltasraeume
Fahrten durch die romantische Altstadt und zu ausgewaehlten Zielen in die naehere Umgebung von Bad Muenstereifel
am Orchheimer Tor. Auf 800 qm sind Glaskunst, Glasgeschichte und Glaskultur zu sehen, ferner De-monstration am Glasofen.
Der Forstlehrpfad hat eine Laenge von ca. 6 km, er beginnt und endet im Kurpark Schleid und vermittelt eine Fuelle von Informationen ueber die heimische Pflanzen- und Tierwelt.
Oberhalb des Damwildgartens liegt die grosse rustikale Grillhuette -"Am Quecken-". Sie verfuegt ueber Trinkwasseranschluss, Toiletten, Parkplatz und Sitzgelegenheit fuer 100 Personen.
Unterhalb des Kurzentrums liegt der KURGARTEN WALLGRABEN mit Terrain-Kurwegen, Wasser-spielen, Wassertret- und Armbadeanlagen, Freiluftspielen [ Dame, Muehle, Schach] sowie einem herrli-chen Ausblick auf den mittelalterlichen Stadtkern.
Der grosszuegige KURPARK SCHLEID mit leicht begehbaren Kurwegen, Wassertret- und Armbadean-lagen, Kinder- und Abenteuerspielplatz, Flossweiher, Minigolfanlage sowie der kostenlosen Ausleihe von Rasenspielen ist in einem Seitental am Stadtrand angelegt. Hier ist das Betreten des Rasens erwuenscht. Von hier aus fuehren Wanderwege in den angrenzenden Stadtwald und zum nahegelege-nen Damwildgehege.
Fuehrung durch den historischen Stadtkern mit seinen zahlreichen Baudenkmaelern und der vollstaendig erhaltenen Stadtbefestigung von 1,6 km Laenge mit 18 Wehr- und Verteidigungstuermen, 4 Stadttoren, der Burgruine und dem teilweise begehbaren Wehrgang.
Sport
Der Halbmarathon wird jeweils an einem Wochenende im September ausgetragen
Speziell fuer Mountainbiker und interessierte Tourenfahrer gibt es rund um Bad Muenstereifel ein Netz von 10 ausgewiesenen Rundwegen zwischen 15 und 70 km, von der leichten Strecke fuer Anfaenger bis zur Powertour fuer den trainierten Biker. Der hierzu erhaeltliche Mountainbike-Fuehrer besteht aus 10 Einzelkarten.
Golfanlage in Bad Muenstereifel-Eschweiler: 18-Loch, Par 71, Driving Range, Übungsgreens, Clubhaus
Billardzentrum im Haus des Gastes Bad Muenstereifel, Noethener Str. 10
4 Hallen-Badmintonplaetze in Sportwelt Schaefer, Im Goldenen Tal
Rund um den Michelsberg - mit 588 m ueber NN die hoechste Erhebung des Bad Muenstereifeler Stadtgebietes - gibt es beliebte Ski- und Rodelhaenge. Darueber hinaus laden die angrenzenden Wiesen und Waelder mit gut ausgebauten Wegen zu Spaziergaengen durch die verschneite Winterlandschaft und zum Skilaufen ein.
Bildung
Regelmaessige Veranstaltungen
Verkehr
Persoenlichkeiten
Ehrenbuerger
Soehne und Toechter der Stadt
geboren am 9. Dezember 1735 in Muenstereifel - verstorben am 9. Maerz 1804 in Koeln
De Gynetti war kurkoelnischer Geheimrat und Professor fuer Medizin an den Universitaeten Bonn und Koeln. Die Vorlesungen de Gynettis behandelten die medizinische Praxis, ferner Physiologie, Semiotik und Botanik. Die Einrichtung eines anatomischen Instituts geht auf de Gynetti zurueck und der heute noch in Bonn vorhandene botanische Garten war sein Werk. Leider hat de Gynetti keine wissenschaftlichen Werke verfasst, weshalb er heute, selbst in seiner Heimatstadt, weitgehend vergessen ist.
geboren am 10. August 1780 in Muenstereifel --“ gestorben am 16. August 1853 in Moskau
Nach seiner medizinischen Ausbildung in Koeln und Jena promovierte er 1805 in Goettingen zum Dr. med. und absolvierte anschliessend in Wien eine Ausbildung zum Facharzt fuer Augenheilkunde.
Auf den Rat einer russischen Fuerstin ging Haass 1806 nach Moskau, eroeffnete dort eine Praxis und wurde schnell einer der beruehmtesten und geachtetsten AErzte Moskaus.
1828 wurde er Mitglied im Moskauer Gefaengniskommitee und sah sich dazu berufen, das Los der Gefangenen und Verbannten zu erleichtern. Haass wurde zum Chefarzt der Gefaengniskrankenhaeuser ernannt. Zu dieser Zeit wurden von Moskau 6.000 bis 8.000 Verurteilte jaehrlich zu Fuss Tausende von Kilometern zu ihrem Verbannungsort in Sibirien verschickt. Immer gleich mehrere Menschen waren mit einer Kette verbunden und an einen Eisenstab [ Prut] geschmiedet. Auf Grund seiner bis zum Zaren vorgebrachten Bittgesuche wurde der Prut abgeschafft und die schweren Eisenfesseln durch leichtere ersetzt, die innen mit Leder ausgelegt waren. Die Fesseln tragen den Namen von Haass, die -"Haass--™schen Fesseln.
Nach seinem Tod begleiteten ihn ungefaehr 20.000 Menschen zu seiner letzten Ruhestaette auf dem Auslaenderfriedhof von Moskau. Auf der Umzaeunung seines heute noch erhaltenen Grabes haengen gesprengte Fesseln. Im Hof vor dem von Haass gegruendeten und geleiteten Krankenhauses in der Metschnikovgasse erinnert eine auf einem Granitsockel stehende Bueste an den beruehmten Arzt.
Haas ist als -"Heiliger Doktor-" in die Geschichte eingegangen, er wird von der russischen Bevoelkerung heute noch verehrt. In der russischen Literatur wird das Andenken an ihn hochgehalten. Auch Lew Kopelew veroeffentlichte 1984 die Lebensgeschichte von Haass in seinem Roman -"Der heilige Doktor Fjodor Petrowitsch --“ Die Geschichte des Friedrich Joseph Haass-".
Die Geburtsstadt von Haass erhielt 1986 in Moskau einen Gipsabguss der Haass-Bueste. Hiervon wurde in Bad Muenstereifel ein Bronzeabguss hergestellt, der --“ zusammen mit einer Haass-Ausstellung und einer Plakette von Lew Kopelew --“ im ehemaligen Karmelitessenkloster Marktstrasse 15 zu besichtigen ist.
geboren 1595 in Muenstereifel - verstorben am 12. November 1678 in Amsterdam
Loeher verzog in jungen Jahren in das benachbarte Rheinbach, wo er --“ wie sein Vater --“ schnell in die AEmter eines Buergermeisters und Schoeffen gewaehlt wurde. Auch brachte er es zu finanziellem Wohlstand.
Das Unglueck brach ueber Rheinbach und Loeher in der Person des Hexenrichters Franz Buirmann herein. Selbst die Oberschicht war nicht vor den Nachstellungen Buirmanns sicher. Um einer Anklage, die mit dem Todesurteil gleichzusetzen war, zu entgehen, floh Loeher 1636 nach Amsterdam.
Traumatische Erlebnisse waehrend der Zeit der Hexenverfolgung in Rheinbach und aufgeruettelt durch Nachrichten ueber erneut einsetzende Hexenverfolgungen veranlassten ihn dazu, seine Erlebnisse und seine Argumente wider die Hexenverfolgung 1676 in seinem Buch -"Hochnoetige Unterthanige Wemuetige Klage Der Frommen Unschueltigen-" zu Papier zu bringen.
Von diesem Buch sind weltweit nur noch zwei Exemplare nachweisbar --“ ein nicht vollstaendiges in Amsterdam und ein vollstaendiges Exemplar in der ehemaligen Jesuiten-Kolleg-Bibliothek des St. Michael-Gymnasiums in Bad Muenstereifel.
Die Stadt Bad Muenstereifel hat in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Koeln --“ Abteilung Restaurierung --“ und dem Westkreuz-Verlag Bad Muenstereifel einen Faksimele-Nachdruck des Buches herausgegeben, der --“ zusammen mit einer Begleitbroschuere von Thomas P. Becker --“ im oertlichen Buchhandel bezogen werden kann.
geboren am 22. Juni 1823 --“ verstorben am 13. Dezember 1917
In aller Munde - und das in des Wortes wahrer Bedeutung - ist der Name Stephinsky durch ein Produkt des Apothekers: Der Stephinsky-Magenbitter, ein aus 27 Zutaten hergestellter Gesundheitsbitter, ist ein weit ueber die Bad Muenstereifeler Grenzen hinaus bekanntes Produkt, das seit 1859 nach dem ueberlieferten Originalrezept des Apothekers hergestellt wird. Juengst wurde der "Stephinsky" von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft mit einer Silberplakette ausgezeichnet.
Sonstiges
Kulinarische Spezialitaeten
Literatur
aus der Reihe -"Die schoene Eifel-"
Fuehrer durch die historische Altstadt --“ Geschichte --“ Tier- und Pflanzenwelt --“ Wandertips
vom Eifelverein Ortsgruppe Bad Muenstereifel
2. ueberarbeitete Auflage 1999
ISBN 3-924383-14-6
aus der Reihe -"Archivbilder-"
von Harald Bongart und Helmut Cloot - 2003
ISBN 3-89702-611-2
Ein Stadtrundgang mit Fotos und erlaeuternden Texten in deutsch, englisch, franzoesisch und niederlaendisch
von Harald Bongart, Jeannette Buenger, Helmut Cloot und Yvelise Langner mit Fotos von Theo Broere
1. Auflage 2003 --“ ISBN 3-7616-1723-2
aus der Reihe -"Die Bau- und Kunstdenkmaeler von Nordrhein-Westfalen
von Ruth Schmitz-Ehmke --“ 1985
ISBN 3-7861-1403-X
mit Fotos von Guenther Praetor und Texten von Joseph Matthias Ohlert - 1995
Bilddokumentation von 1890 bis 1932 und Entstehungsgeschichte der Stadt Muenstereifel
von Johannes Heinen --“ 1983
von Joseph Matthias Ohlert - 1979
von Harald Bongart und Helmut Cloot - 1993
ISBN 90 288 5535 1 /CIP
von Harald Bongart und Helmut Cloot
1. Auflage 2001
ISBN 3-89570-744-9
Erster und Zweiter Theil
von Jakob Katzfey --“ 1854
[ vergriffen]
von Studienrat Prof. Karl Huerten --“ 1926
[ vergriffen]
von Toni Huerten --“ 1969
[ vergriffen]
von Toni Huerten --“ 1975
ISBN 3-7927-0256-8
Institution fuer soziale Belange auf der Basis gewinnorientierter Unternehmenstaetigkeit
Eine Betrachtung zur Stadtgeschichte
von Marianne Gaedtke - 1994
ISBN 3-924383-05-7
mit Orts- und Siedlungsnamen, Gewaessernamen und Strassenverzeichnis
von Marianne Gaedtke - 1993
ISBN 3-924383-00-8
Zur Agrar- und Sozialgeschichte einer Landschaft
von Friedrich Knauer --“ 2000
ISBN 3-929592-52-5
Sagen und andere -"merkwuerdige-" und unheimliche Geschichten aus Bad Muenstereifel und Umgebung
gesammelt von Sophie Lange
ISBN 3-933608-42-2
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bad_Muenstereifel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free DocumentationLicense, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, with no Front-Cover Texts, and with noBack-Cover Texts. A copy of the license is included in the section entitled "GNU Free DocumentationLicense".
Übersetzung: Kopieren, Verbreiten und/oder Modifizieren ist unterden Bedingungen der GNU Free Documentation License,Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der FreeSoftware Foundation, erlaubt. Es gibt keine unveränderlichenAbschnitte, keinen vorderen Umschlagtext und keinen hinterenUmschlagtext. Eine Kopie des Lizenztextes ist hierGNU Free DocumentationLicense enthalten.
| air_force_one | polizei | bausatz |
| hannover | ottobrunn | bumerang |


